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Synonyme:
 | L1-Protein |
 | humanes Leukozytenprotein |
 | MRP-8/14 |
 | Calgranulin (A und B) |
 | Zystische-Fibrose-Antigen (CFA) |
Material:
 | Stuhlprobe |
 | Das fäkale Calprotectin ist sehr stabil und auch ungekühlt mindestens
eine Woche haltbar. |
Norm:
 | bis 50 µg/g Stuhl |
 | gesunde Neugeborene/Säuglinge zeigen erhöhte Werte
(Mediane der Studien zwischen 150 und 278 µg/g Stuhl) |
 | gesunde (Klein-)Kinder zeigen normale Werte (Mediane
der Studien zwischen 14 und 49 µg/g Stuhl)
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 | Umrechnung: nach Testvorschrift entspricht 1g Stuhl 1
ml |
Bewertung:
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Bewertung
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Mediane in unterschiedlichen
Studien* |
 | Gesunde, Patienten mit funktionellen
Darmproblemen (z. B. Reizdarmsyndrom) |
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10-31 µg/g Stuhl |
 | Tumore |
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40-240 µg/g Stuhl |
 | M. Crohn |
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62-320 µg/g Stuhl |
 | Colitis ulcerosa |
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151-167 µg/g Stuhl |
*Calprotectin Fa. Immundiagnostik, neuer Assay
 | Bei einem Cut-Off von 30 mg/l besteht eine
Sensitivität von 100% und eine Spezifität von 97% bezüglich der
Diagnostik einer entzündlichen Darmerkrankung. |
Physiologie:
 | Calcium- und Zink-bindendes Protein aus der
S100-Gruppe |
 | antimikrobielle Eigenschaften |
 | entzündlichen Darmerkrankungen/Zellproliferation
→ Calprotectin ist ein wesentlicher
Zytoplasmabestandteil von neutrophilen
Granulozyten, Monozyten und Epithelzellen →
Leukozytenmigration durch die Darmwand
→ erhöhte Werte im Stuhl |
 | Molekularmasse: 36,5 kD:
 | zwei Schwerketten (14 kD) |
 | eine Leichtkette (8 kD) |
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 | Genlocus: 1, q12-q21 |
 | Calprotectin stellt 60% der löslichen Bestandteile
bzw. 5% des Gesamtproteins der neutrophilen Granulozyten |
Indikation:
 | DD:
 | chronische Darmentzündung |
 | Reizdarmsyndrom |
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 | (Früh-)marker bei chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) |
 | Aktivitätsmarker für das zum Therapiemonitoring (Höhe
des Calprotectins korreliert mit Entzündungsaktivität) |
 | Kinderheilkunde: nicht-invasive Differenzierung von
funktionellen und entzündlichen Erkrankungen |
erhöht:
 | Die
Calprotectin-Konzentration korreliert mit der Anzahl der Granulozyten im
Darmlumen
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 | bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen:
 | Morbus Crohn |
 | Colitis ulcerosa |
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 | bei Darminfektionen:
 | Darminfektionen →
Chemotaxis →
Leukozytenmigration durch die Darmwand
→ erhöhte Werte im Stuhl |
 | die Sensitivität
für die Erkennung einer akuten Darminfektion liegt bei 83%, die
Spezifität bei 91% |
 | bei der Fragestellung einer entzündlichen
Darmerkrankung ist zum Vermeidung falsch-positiver Ergebnisse ein
Ausschluß einer infektiösen Ursache anzuraten (siehe
Stuhl-Untersuchung auf enteropathogene Erreger) |
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 | bei Erkrankungen mit verstärkter Proliferation (z.B. Neoplasien, siehe ggf. Tumormarker) |
 | Mukoviszidose |
 | Kleinkinder (wahrscheinlich auf Grund der
Anpassungsvorgänge und Besiedlung des frühkindlichen Darmes mit der
entstehenden Darmflora) |
Siehe auch:
Referenz:
 | Calprotectin, T. Arndt, MTA-Dialog 3 (2006), 200 |
 | Tibble et al., (2002), Gastroenteology, 123: 450-460 |
 | Wassell et al., (2004), Ann Clin Biochem., 41 (Pt 3):230-232 |
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