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Material:
 | kapillares Fersenblut |
Hinweise zur Abnahme:
 | Bluttropfen auf Filterkarte tropfen. |
 | runde Markierung ganz ausfüllen |
 | Filter vom Speziallabor anfordern |

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Auszug aus den Leitlinien der Gesellschaft für
Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin und der Dt. Ges. f.
Gynäkologie und Geburtshilfe
(AWMF-Leitlinien-Register Nr. 024/012)
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Organisation und Durchführung des
Neugeborenen-Screenings auf angeborene Stoffwechselstörungen und
Endokrinopathien in Deutschland
(...)
- Umfang der Screeninguntersuchungen
Der Umfang der Screeninguntersuchungen entspricht den
Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaften für pädiatrische
Stoffwechselstörungen und Endokrinologie der Deutschen Gesellschaft für
Kinderheilkunde und Jugendmedizin.
- Für alle Neugeborenen empfohlen und in allen
Bundesländern durchgeführt wird die Früherkennung von:
 | Phenylketonurie (PKU) |
 | klassischer Galactosämie |
 | Hypothyreose |
- Für alle Neugeborenen empfohlen, aber bisher nur in
einigen Bundesländern durchgeführt wird die Früherkennung von:
 | Biotinidasemangel |
 | Adrenogenitalem Syndrom (AGS) |
- Zeitpunkt des Screenings
- Im Regelfall ist eine Probeentnahme am 4. bis maximal 7.
Lebenstag anzustreben.
- Bei Entlassung vor dem 4. Lebenstag oder
 | bei Verlegung in eine andere Institution oder |
 | bei Transfusion oder Austauschtransfusion mit Fremdblut wird eine
Probeentnahme vor Entlassung / Verlegung /
Transfusion durchgeführt.
Dieses Verfahren soll die vollständige Erfassung
aller Neugeborenen
unabhängig von der Mitarbeit der Eltern ermöglichen. |
- Bei der Verlegung kann auf eine frühere Probeentnahme
verzichtet werden, wenn die aufnehmende Institution über die noch
durchzuführende Probeentnahme für das Neugeborenenscreening informiert ist.
Die Verantwortung für eine Probeentnahme im Regelzeitraum liegt bei der
aufnehmenden Institution.
- Bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen im
Krankenhaus sollte die Probeentnahme für das erste Neugeborenenscreening
routinemäßig zwischen dem 4. und maximal 7. Lebenstag erfolgen (wie
Regelfall Ziff. 1). Bei sehr unreifen Kindern (weniger als 32
Schwangerschaftswochen) muß ein Zweitscreening nach 2 Wochen erfolgen.
- Bei einer Probeentnahme innerhalb der ersten 48 Stunden
muß ein Zweitscreening durchgeführt werden. Bei einer Probeentnahme zwischen
48 und 72 Stunden wird ein Zweitscreening empfohlen. Für das Zweitscreening
wird der Mutter eine Zweitkarte mitgegeben und die Notwendigkeit des
Zweitscreenings im Kinderuntersuchungsheft vermerkt.
- Er wird empfohlen, daß die Einsender (Kliniken,
Geburtshelfer, Kinderärzte, niedergelassene Ärzte, Hebammen) die folgende
Eintragung in jedes Kinderuntersuchungsheft vornehmen:
Eine Blutabnahme für das Neugeborenenscreening ist
erfolgt
am .............. um .................. Uhr und
an das Screening-Labor in ..................... weitergeleitet
worden. Ein Zweitscreening wird / wird nicht empfohlen.
Bei auffälligem Ergebnis werden die Eltern benachrichtigt.
Unauffällige Ergebnisse sind bei der unten genannten Stelle erfragbar.
(Stempel des Einsenders mit Telefonnummer)
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- Ist das Neugeborenenscreening versäumt worden oder
bestehen Zweifel, ob es durchgeführt wurde, muß dieses sofort nachgeholt
werden, auch wenn dadurch im Einzelfall einmal das Screening doppelt erfolgt.
Die häufigsten Gründe für die Nichterfassung von Neugeborenen mit
metabolischen oder endokrinen Defekten sind Organisationsmängel wie die
völlige Unterlassung des Screenings, unterlassene Nachkontrolle
pathologischer Befunde oder unsachgemäße Probengewinnung.
(...)
Die "Leitlinien" der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften sind Empfehlungen für ärztliches Handeln in
charakteristischen Situationen. Sie schildern ausschließlich
ärztlich-wissenschaftliche und keine wirtschaftlichen Aspekte. Die
"Leitlinien" sind für Ärzte unverbindlich und haben weder
haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.
nach der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische
Intensivmedizin (10. Juni 1997) ,
siehe auch: AWMF Online, awmf@uni-duesseldorf.de

Krankheiten
Galactosämie
 | Ursachen:
 | Lactose (Milchzucker) wird im Darm in Glukose und
Galactose gespalten. Galactose muß erst in UDP-Glukose umgebaut werden, damit
es als Energieträger zur Verfügung stehen kann. Bei diesem Umbau sind drei
Enzyme beteiligt:
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Enzym
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Häufigkeit des Enzymmangels
[Deutschland, 1996]
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Galactokinase
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1: 511.630
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GALT
(Galactose-1-Phosphat-Uridyltransferase )
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1: 85.271
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Epimerase
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1: 51.163
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 | autosomal rezessiver Erbgang:
 | beide Eltern sind Erbträger. |
 | Die Wahrscheinlichkeit für ein krankes Kind beträgt 25
%.
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 | Galactokinasemangel:
 | führt schon frühzeitig zu Kataraktbildung
(Linsentrübung), die unter galactosearmer Diät sich zurückbilden können.
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 | GALT-Mangel (=klassische Galactosämie):
 | Erhöhung von Gal-1-P führt zu schweren akuten
Schädigungen der Leber, Nieren (tubuläre Funktionsstörung) und des Gehirns.
Erbrechen, Durchfälle, Gedeihstörung bei Milchzufütterung, Ikterus,
Hepatomegalie und progrediente Leberfunktionsstörung (Gerinnungsstörung)
sind typische Symptome und Befunde. Wird die Ursache nicht rechtzeitig erkannt
und die Galactosezufuhr gestoppt, kommt es zum Tod unter dem Bild eines
septischen Prozesses mit akutem Nierenversagen und Leberversagen. Besonders
gegen gramnegative E. coli Infektionen besteht ein erhöhtes Risiko in den
ersten zwei Lebenswochen.
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 | Epimerasemangel
 | Meist ohne klinische Symptome, wenn der Enzymmangel auf
die Erythrozyten beschränkt ist. Bei generalisiertem Epimerasemangel kann das
klinische Bild wie bei der klassischen Galactosämie imponieren. |
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Phenylketonurie (PKU) und Hyperphenylalaninämie
Hypothyreose:
 | angeborene neonatale Hypothyreosen:
 | ektope Schilddrüse:
 | häufige Ursache einer Hypothyreose |
 | verminderte Hormonbildung ab der Geburt oder
aber auch ab dem Kleinkind- oder Schulkindalter |
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 | Athyreose
oder Dysplasie der Schilddrüse:
 | Die Schilddrüse fehlt ganz oder liegt nur
rudimentär vor. |
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 | Enzymmangel
 | gestörter Aufbau der Schilddrüsenhormone aus Tyrosin und
Jod |
 | Kropfbildung |
 | Pendred
Syndrom → gestörter Jodeinbau in das Tyrosin und
Innenohrschwerhörigkeit |
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Rezeptorstörung peripherer Körperzellen gegenüber Schilddrüsenhormon:
 | seltene Ursache |
 | erhöhtes TSH und erhöhte
T4-/T3-Serumspiegel
ohne klinische Zeichen einer Hyperthyreose |
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 | Hypophysenvorderlappen nicht ansprechbar auf Schilddrüsenhormone
 | Rückkopplungssystem nicht intakt |
 | erhöhtes TSH
und erhöhte T4-/T3-Serumspiegel
ohne klinische Zeichen einer Hyperthyreose
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 | erworbene neonatale Hypothyreosen:
 | Jodmangel:
 | häufigste Ursache der erworbenen Hypothyreose |
 | kommt schon intrauterin zum Tragen |
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 | maternale Schilddrüsenerkrankungen:
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Thyreostatika:
 | z.B. Favistan oder Carbimazol |
 | bei Schwangeren mit Morbus Basedow |
 | niedrige Dosen sind für den Feten unbedenklich |
 | höhere Dosen können aber auch
die fetale Schilddrüse hemmen und zur Unterfunktion der Schilddrüse führen |
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 | Mütter mit M. Basedow:
 | Kinder sind meist ebenfalls hyperthyreot |
 | Mutter bildet ein Immunglobulin (TSI =
Thyroid Stimulating Immunglobulin) →
plazentagängig → Übergang zum Feten
→ Stimulation der kindlichen
Schilddrüsenzellen mit gesteigerter Bildung von Schilddrüsenhormone →
innerhalb von 3 Monaten verschwinden i.d.R. diese Immunglobuline
spontan und die Kinder werden beschwerdefrei. |
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 | Thyreoiditis:
 | Entzündung der Schilddrüse |
 | im
Kindesalter nur sehr selten Ursache einer späteren Hypothyreose. |
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Mukoviszidose:
AGS
MCAD- Mangel
 | Häufigkeit 1:10.000 |
 | Ursache:
 | Störung der
Fettsäureverwertung |
 | verringerte Fastentoleranz der Kinder in
den ersten beiden Lebensjahren: |
 | Dies kann bei Infekten oder anderweitig
bedingten Fastenperioden zu Hypoglykämie (Unterzucker) und akuten
lebensbedrohlichen Stoffwechselkrisen führen. |
 | die Krankheit gilt als Risikofaktor für den "plötzlichen Kindstod" |
 | wird die Diagnose rechtzeitig gestellt
und Kinder und Mütter gezielt betreut und beraten, so lassen sich diese
Stoffwechselkrisen in der Regel vermeiden. |
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Biotinidasemangel
 | Symptome und Befunde des Biotinidasemangels sind u.a.:
| Organ |
Symptome |
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ZNS
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Entwicklungsrückstand
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geistige Retardierung
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Lethargie
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Hypotonie
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Ataxie
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Krämpfe
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Verkalkungen der Basalganglien
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Ohren
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Schwerhörigkeit
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Augen
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Keratokonjunktivitis
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Optikusatrophie
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abnorme Retinapigmentierung
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Haut, Haare
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seborrhoische Dermatitis
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Alopezie
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Candidiasis
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Lungen
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laryngealer Stridor
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Hyperventilation
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Apnoe
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Stoffwechsel
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Episoden von Azidose (metabolisch,
überlagert von
respiratorischer Azidose)
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Ketolactat-Azidose
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Immunologie
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rezidivierende Infektionen
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abnorme zelluläre Immunabwehr
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 | Laborbefunde im Plasma:
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Parameter
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Ergebnis
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Biotinidase
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erniedrigt
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Lactat
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erhöht
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Propionat
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Alanin
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Ahornsirupkrankheit (MSUD) = Leucinose
 | Häufigkeit: 1:55.000 bis 1:250.000 |
 | Ursachen:
 | Es liegt eine Störung der Decarboxylierung der verzweigtkettigen Ketosäuren Leucin,
Isoleucin und Valin zugrunde:
 | Die verzweigtkettigen AS werden nicht wie z.B. Phenylalanin in der Leber,
sondern in der Muskulatur und in den Nieren abgebaut |
 | Endprodukte der
Decarboxylierung sind Acetyl-CoA, Succinyl-CoA bzw. der Ketonkörper Acetoacetat |
 | Beim Abbau des Leucins entsteht auch HMG-CoA, das für die Cholesterolbioynthese wichtig ist |
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 | Klinik:
 | Die für ein normales Wachstum notwendige Eiweißzufuhr wird nicht
vertragen. Die betroffenen Kinder erkranken bereits wenige Tage nach der
Geburt (3.-5. Lebenstag). Es ist das Bild einer progredienten Enzephalopathie
mit Lethargie, Trinkschwäche bis Somnolenz oder gar Koma und Zeichen des
Hirnödems, Muskelhypertonie und Krampfanfällen. Der Saugreflex geht
verloren. Die Kinder fallen durch ihre schrilles Schreien (high-pitched cry)
auf. |
 | Es gibt aber auch leichtere Formen, bei denen erst bei stärkeren metabolen
Belastungssituationen bzw. stärkerer Eiweißbelastung Bewußtseinsstörungen
bis Koma auftreten. Man findet eine Ketoazidose und nicht selten Hypoglykämie.
Entwicklungsverzögerung und leichtere Formen neurologischer Störungen
können richtungsweisende Befunde sein. DD: acetonämisches Erbrechen. |
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 | Diagnostik:
 | Aminosäuren im Plasma :
 | massive Erhöhung von Leucin, Isoleucin und Valin |
 | Alanin erniedrigt |
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 | Ketoazidose (DNPH-Test auf Ketosäuren im Urin positiv) |
 | Unter den organischen Säuren sind im Urin die 2-Ketosäuren und
2-Hydroxysäuren erhöht |
 | Hypoglykämie (nicht obligat) |
 | erhöhtes Anionendefizit |
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Homocystinurie
 | Ursache:
 | Zugrunde liegt eine Abbausstörung des Methionins und Homocystins infolge
Cystathioninmangels. |
 | Klassische Homocystinurie = Cystathionin-beta-Synthase-Mangel |
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 | Klinik:
 | Methionin und Homocystin häufen sich im Plasma an und führen zu folgenden
Symptomen und Befunden:
 | Skelettveränderungen mit Osteopenie und schlanken Röhrenknochen |
 | feinem Haar |
 | Wangenrötung |
 | Epilepsie |
 | Mentale Retardierung |
 | Linsenluxation (oft erstes Symptom) |
 | Frühsymptom ist oft eine sich rasch verschlechternde Myopie |
 | Thromboembolien (Symptome mit Alter zunehmend, oft erst ab Schulkindalter) |
 | frühzeitige Arteriosklerose |
 | Anhäufung von Homocystin führt zu Kollagenstörung |
 | Auch milde Hyperhomocystinurie ist ein Risikofaktor für das Auftreten
vorzeitiger Gefäßerkrankungen wie Infarkte, Thrombosen im 3.-4.
Lebensjahrzehnt |
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 | Diagnostik:
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Hinweis:
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